Verleihung der Willy-Brandt-Medaille

Bürgermeisterin Deirdre Heckler, Rüdiger Holschuh (MdL), Werner Schwinn, Werner Seibert, Dr. Karin Lichtblau

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Breuberg am vergangenen Freitag standen die Ehrungen der Jubilare und die Verleihung der Willy-Brandt-Medaille an Werner Seibert (Hainstadt) und Werner Schwinn (Rai-Breitenbach).

Der Unterbezirksvorsitzende der SPD-Odenwald Rüdiger Holschuh (MdL) würdigte in seiner Laudatio die beiden Preisträger für ihre Verbundenheit zur SPD und ihr großes Engagement für Breuberg und seine Bürgerinnen und Bürger. Zu Recht haben sie dafür die nach dem Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt benannte höchste Auszeichnung erhalten, die die SPD an ihre Mitglieder vergibt.

In seiner Dankesrede ging Rüdiger Holschuh zunächst auf Werner Seibert ein. Augenzwinkernd stellte er fest, dass „die SPD Werner Seibert schon in die Wiege gelegt wurde, war doch sein Vater vor 75 Jahren Gründungmitglied der Hainstädter SPD“. Schon im zarten Alter von zehn Jahre trug der kleine Werner den „Vorwärts“ aus. Seinen großen Vorbildern Willy Brandt, Herbert Wehner, Helmut Schmidt und nicht zuletzt seinem Vater folgend, trat er 1969 in die SPD ein. Viele partei- und kommunalpolitische Ämter hatte er seither inne und noch heute gehört er dem Vorstand des Ortvereins an. 1989 wurde er erstmals zum ehrenamtlichen Stadtrat ernannt. Nach seiner Zeit als Erster Stadtrat von 2006 bis 2021 gehört er weiterhin als Stadtrat dem Magistrat an.

Für Rüdiger Holschuh verkörpert Werner Schwinn wie kein anderer das Gesicht der SPD im Stadtteil Rai-Breitenbach. Schon 1958 wurde der damals 19-jährige Schriftführer, von 1965 bis 1994 übernahm er den Vorsitz und war als stellvertretender Vorsitzender treibende Kraft im Ortsbezirk bis zur Auflösung im September dieses Jahres. Mit ihren Festen und Aktivitäten erlangten die Rai-Breitenbacher Genossen Bekanntheit über Breuberg hinaus und bewiesen, so Holschuh, „mit den schon legendären Forellen beim „Rawischer“ Sommerfest, dass Politik eben nicht nur durch den Kopf, sondern auch durch den Magen geht“.
Somit kann Werner Schwinn auf eine fast schon legendäre Zeit als Kommunal- und Parteipolitiker zurückblicken – sage und schreibe 65 Jahre ist er Parteimitglied. Ein ganz besonderes Jubiläum, für das er von den Vorsitzenden Deirdre Heckler und Dr. Karin Lichtblau mit Ehrenurkunde und goldener Ehrennadel ausgezeichnet wurde.

Auch weitere Jubiläen galt es zu würdigen: Heidrun Andres und Süreyya Karatiken erhielten Ehrenurkunden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft. Alfred Berg, Walter Schmunk und Erich Uhrig wurden für ihr 50-jähriges Parteijubiläum geehrt. Leider nicht anwesend sein konnten Karlheinz Fleckenstein, Dieter Achatzi und Prof. Margret Sander, gleichwohl werden sie ihre Ehrungen nachgereicht bekommen. Für 55-jährige Parteizugehörigkeit wurden Elke und Klaus-Peter Rösler sowie Günter Verst ausgezeichnet. Allen Jubilarinnen und Jubilaren und den Trägern der Willy-Brandt-Medaille gratulierten die Vorsitzenden herzlich.

Ein Dankeschön gab es seitens der Ortsvereinsvorsitzenden auch für den aus seiner Position als Schriftführer ausscheidenden Karlheinz Orth, der über Jahre hinweg mit größter Sorgfalt und Wissen im Ortsverein wirkte.
Abgerundet wurde der kurzweilige Abend, an dem auch Delegierte für die Wahlkreiskonferenz für die Landtagswahl 2023 gewählt wurden, durch die Grußworte der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion Nicole Kelbert-Gerbig und Fraktionsmitglied Dirk Daniel Zucht, die einen Einblick in die Kreispolitik gaben. Mit dem anschließenden gemütlichen Beisammensein klang eine Veranstaltung aus, von der die zahlreichen Gäste auch die eine oder andere Anregung für ihr zukünftiges politisches Wirken mit nach Hause nehmen konnten.