Stellungnahme der SPD Fraktion zum Umbau des FFW-Haus Sandbach

Stadtteil

Bei einem Klick auf den Button "weiterlesen" öffnet sich die Rede unseres Fraktionsvorsitzenden Uhrig zum Umbau des Feuerwehrhauses Sandbach.

(bz)

Stellungnahme

Erweiterung des Feuerwehrhauses im ST Sandbach

 

Der Umbau des 2. und 3. Bauabschnittes zur Erweiterung des Feuerwehrhauses im ST Sandbach wurde in einer Vorlage der Verwaltung am 24.08.2011 erstellt. Die dazu ermittelte Kostenaufstellung für den 3. Bauabschnitt, waren hier mit 343.784,74 T€ veranschlagt. Laut den vorliegenden Unterlagen belaufen sich die Kosten mit Berücksichtigung der Zuwendungen für die Stadt Breuberg auf 253.104,74 T€.

 

In der Stadtverordnetenversammlung vom 05.11.2011, wurde dies unter TOP 5/5 behandelt. Die Abstimmung erfolgte einstimmig mit 27 ja Stimmen, für die Erweiterung des 2. und 3. Bauabschnittes des Feuerwehrhauses im ST Sandbach.

 

Weiterhin gab es am 17.09.2012 eine Stellungnahme der Bauverwaltung zur aktuellen Kostensituation für den 2. und 3. Bauabschnitt.

 

Hier wurde mitgeteilt, dass für den 2. und 3. Bauabschnitt des Umbaus des Feuerwehrgerätehauses im ST Sandbach, eine Ausschreibung für den Rohbau und die Gründung durchgeführt wurde und für diese Maßnahme erhebliche Mehrkosten entstehen.

 

In der darauffolgenden Stadtverordnetenversammlung am 14.11.2012, wurde einstimmig beschlossen, dass der 2. Bauabschnitt im Jahre 2013 realisiert werden soll. Ob der 3.Bauabschnitt dann in 2014 beauftragt werden kann, soll im nächsten Jahr in einer Stadtverordnetensitzung beraten werden

 

Soweit zum damaligen Sachstand zur Erweiterung des Feuerwehrhauses im ST Sandbach.

 

Heute liegt uns eine Beschlussempfehlung zum 3. Bauabschnitt zur Beratung und Abstimmung vor.

 

Der vorhandene Schulungsraum muss grundlegend saniert werden. Hierfür sind Kosten in Höhe von 160.000,00€ veranschlagt. Diese Maßnahme ist unabdingbar.

 

Aktuell ist in diesem Bauabschnitt die Erweiterung für einen Jugendraum vorgesehen. Für diese Maßnahme entstehen der Stadt Breuberg aktuell 182.000,00 €. an Kosten. Hierbei ist die Eigenleistung der FFW Sandbach noch nicht berücksichtigt.

 

In der Vorlage ist ausführlich von der Verwaltung und der FFW Sandbach dargelegt, dass gemeinsame Gespräche stattgefunden haben, und Kosten zum 1. Entwurf von 71.100,00€ eingespart werden konnten. Aus Erfahrung wissen wir, das die Eigenleistungen unserer Wehren über dem Durchschnitt des normalen liegen und hier weitere Kosteneinsparungen zu erwarten sind.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die Aufgabe unserer Feuerwehren ist, für uns die entsprechende Sicherheit, auf dem politisch gewollten Niveau zu gewährleisten.

 

Die Mitglieder der Feuerwehren betreiben ihre Aufgabe nicht zum Selbstzweck. Sie üben wöchentlich, bilden sich fort und führen Übungen durch. All dieser ehrenamtliche und unentgeltliche Einsatz hat nur ein Ziel:

 

Im Einsatzfall Schaden abzuwenden und Menschenleben

zu retten - unser Leben zu retten.

Für ihre Arbeit erwarten die Aktiven keinerlei Gegenleistung. Wenn sich nach einem Einsatz ein Betroffener bedankt, ist dies Lohn für die Aktiven. Auch wenn der Dank ausbleibt, beschweren sie sich nicht, denn sie haben diese Aufgabe gerne übernommen. Kommen sie trotz allen Einsatzes und der Aus- und Fortbildung in einem Fall zu spät, macht sie dies sehr betroffen. Mit solchen Ereignissen müssen die Feuerwehren und alle aktive alleine umgehen.

 

Die Mitglieder der Feuerwehren sind rund um die Uhr erreichbar. Auch dann, wenn wir feiern oder schlafen.

 

Die Arbeit unserer Feuerwehren ist eine Pflichtaufgabe der öffentlichen Daseinsfürsorge. In unseren Feuerwehrhäusern gibt es keine „goldenen Wasserhähne“ und auch kein „goldenes Kalb“ in der Fahrzeughalle. Was den Feuerwehren wirklich fehlt, sind weitere motivierte und engagierte Einsatzkräfte. Die Sicherheit ist oberstes Gebot. Sollte die Einsatzbereitschaft irgendwann nicht mehr gewährleistet sein, reden wir von einer Berufsfeuerwehr. Dies würde für uns und jede andere Kommune erhebliche Mehrkosten verursachen, die wir aktuell stemmen müssten - aber nicht können. Deshalb sind wir als Parlamentarier der Stadt Breuberg gefordert, im Bereich unserer Feuerwehren, Entscheidungen zu treffen, die auch mal „über die Grenzen“ hinausgehen.

 

Der durchschnittliche Anteil an Ausgaben in Breuberg; im Produktbereich Sicherheit & Ordnung für den Brandschutz, liegt im Haushaltsplan 2011 - 2013 bei 5,06% und im Brandschutz bei 2,03%. Im Odenwaldkreis wurden im Jahre 2013, 2.536.826,44€ an Investitionen der Kommunen für die Feuerwehren getätigt.

 

Aktuell sind zum 01.01.2014 in den Einsatzabteilungen 104 Männer und 23 Damen, insgesamt

127 Personen aktiv. Mit unserer Personenstärke in den Einsatzabteilungen liegen wir im Odenwaldkreis in der Mitte. Was den Anteil der Frauen anbetrifft, haben wir neben Rothenberg und Höchst den größten Anteil im Odenwaldkreis. Erfreulich ist, dass in der Jugendfeuerwehr 53 und in der Kindergruppe 46 Personen regelmäßig geschult bzw. ausgebildet werden.

 

Die Arbeits- und Einsatzstunden der Mitglieder unserer Wehren sind unterschiedlich, da die Vor und Nachbereitung von Übungen und Einsätzen Wartungen und Ausbildung nicht komplett gezählt werden. Es gibt Kameradinnen und Kammeraden, die über 200 Std. im Jahr und welche die im Schnitt auf ca. 120-130 Std. kommen.

 

Zur Zeit nehmen 36 Aktive an verschiedenen Schulungen und Lehrgängen zu Fortbildung teil.

 

2014 wurden bis heute 54 Einsätze gezählt. Davon 24 im ST Sandbach.

 

Wir die Fraktion der SPD sind der Auffassung, dass die vorliegende Beschlussempfehlung

aussagekräftig und transparent ist. Wir möchten uns bei der Verwaltung und der FFW Sandbach bedanken, dass durch intensive Gespräche, die Kosten für den Umbau minimiert werden konnten.

 

Mit der Realisierung der Maßnahme möchten wir die Verantwortlichen auch motivieren, weiterhin an der Nachwuchsarbeit und Mitgliederwerbung zu arbeiten, und zu versuchen, dass nicht nur die Räume für uns – der Stadt Breuberg - sondern auch durch den Odenwaldkreis oder übergeordnete Schulungen genutzt werden.

 

In der letzten Woche gab es eine gemeinsame Sitzung von H&F und Bauausschuss. Hier wurde wie folgt eine Empfehlung abgegeben:

 

Für die Sanierung der vorhandenen Räume stimmten 3 Mitglieder der BWG Fraktion

 

Für die Sanierung und Anbau stimmten 11 Mitglieder.

 

Wir die Fraktion der SPD haben einstimmig beschlossen, der Sanierung des Schulungsraumes und der Erweiterung eines Jugendraumes zuzustimmen.

 

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit